Mittwoch, 1. Oktober 2014

17. Tag: Kathmandu

Beim Frühstück heute morgen kam ich mir vor wie im Schlaraffenland. Es gab so ziemlich alles, vor allem mal wieder Käse! 

Vormittags ging es zur Swayambhunath, eine große Stupa auf einem Hügel, die mit ihren acht Augen in alle Himmelsrichtungen blickt. 
Von dort hatte man einen schönen Ausblick über das Kathmandu-Tal. Und es gab Affen und Hundewelpen. So goldig.










Mittags ging ich noch in die Altstadt von Kathmandu. Da morgen und übermorgen hier ja dieses große Fest (Dashain) ist, sind die meisten Leute zu ihrer Familie aufs Land gefahren, dennoch sind die Straßen Kathmandus für unsere Verhältnisse noch sehr voll.
In der Altstadt habe ich mir einige Tempel angeschaut.






Besonders interessant war der Tempel-Palast der Kumari. Die Kumari ist ein kleines Mädchen, das als Inkarnation der hinduistischen Göttin Taleju angesehen wird und als Orakel des entmachteten Königs galt. Im Säuglingsalter werden Kumaris anhand von 32 Schönheitsmerkmalen und ihres Horoskops von einem Komitee der buddhistischen Sakya-Kaste ausgewählt.
Um ihre göttliche Bestimmung zu beweisen, müssen sie zahlreiche religiöse Prüfungen bestehen. Bei einer werden die Mädchen in einen dunklen Raum gesperrt, wo Männer mit Dämonenmasken tanzen, gruselige Geräusche erklingen und ihnen blutende Köpfe frischgeopferter Büffel gezeigt werden. Nur wenn sie dabei ruhig bleiben, dürfen sie, nach Zustimmung der Eltern, in den Tempel einziehen, wo sie bei einem religiösen Ritual zur Kumari geweiht werden. 
Zwei Mal am Tag zeigt sie sich an ihrem Fenster, fotografieren darf man sie nicht. Gesehen habe ich sie. 
Und sie läuft nie, wird immer getragen.
Sehr komische Geschichte. 
Ich glaube ja, dass sie zum Fenster gelaufen ist..


Ein Bild der aktuellen Kumari, acht Jahre alt und seit drei Jahren Kumari (aus dem Internet), damit ihr euch etwas darunter vorstellen könnt:


Im Tempel-Palast der Kumari:


Danach bin ich noch ein wenig durch die Gassen der Altstadt Kathmandus geschlendert. Viel Ramsch, viel Lärm, viele Menschen, viele verschiedene Düfte. War froh, als ich aus dem Labyrinth rausgefunden hatte. Interessante Erfahrung.
Die Abgase hier sind echt arg, merkt man nach zwei Tagen schon.






Begehrtes Everest Bier, Limited Edition mit einem Sherpa drauf.


Lecker Abendessen:




Anbei noch Fotos vom nepalesischen Geld. Voll toll mit den Tieren und dem Mount Everest darauf.








Der schönste Geldschein ist der 5 Rupees-Schein mit Yaks drauf (unmittelbar oben drüber).

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