Dienstag, 30. September 2014

15. Tag: Dhulikhel

Heute war ein sehr aufregender Tag.

Früh morgens ging es zur Grenze nach Nepal.
Hier bin ich erst einmal eine Stunde angestanden. Zum Abschied von China gab es nochmal das "große" Programm: persönliche Passkontrolle, Wärmebildkamera, Dokumentation der Ausreise..

Dann ging es über die "Freundschaftsbrücke" nach Nepal. Ein komisches Gefühl über eine Brücke in ein anderes Land zu gehen, vor allem als Europäer. Wir haben ja innerhalb Europas nicht mehr diese Kontrollen an den Grenzen.


In Nepal angekommen, musste ich erstmal mein Visum beantragen. Formsache, hat dennoch eine gute halbe Stunde gedauert.


Gestern Abend gab es bereits erste Gerüchte, jetzt hat es sich dann bestätigt: Die einzige Straße Richtung Kathmandu ist wegen einem Erdrutsch gesperrt. Es gab sogar Gruppen, die vor einigen Tagen bereits nach Nepal wollten, aber wieder zurück nach China mussten..
Der Erdrutsch war Anfang August, selbst in unseren Nachrichten wurde davon berichtet (mehr als 150 Todesopfer). Die Straße ist bis heute nicht wieder offen. Es war die Rede von zwei Stunden zu Fuß laufen.. Naja.. Mit Gepäck.. 
Die Rettung kam in Form von Jeeps und dem nepalesischen Militär. Die Jeeps hatten nämlich einen Deal mit dem Militär ausgehandelt, so dass ich mit dem Jeep über die provisorische Brücke und Route nach Dhulikhel fahren konnte. Aber erstmal Gepäck auf den Jeep!


Von der provisorischen Strecke hatte man einen Überblick über den Erdrutsch. War ein schlimmer Anblick.


Das Wasser ist der angestaute Fluss. Durch den Erdrutsch hat sich ein Stausee gebildet. Mehrere Dörfer hinter dem Stausee mussten geräumt werden, weil der Damm jederzeit hätte brechen können. Zwischenzeitlich wird das Wasser gezielt und kontrolliert abgelassen.
Das war wirklich ein direkter "Kontakt" mit einem Katastrophengebiet.
Es gab dort sehr viel Leid, trotzdem haben die Menschen ein Lächeln auf dem Gesicht.

Zwischendurch ging es auch durch ganze Flüsse. Krass!
 




Die Straßen und der Verkehr in Nepal sind genau so, wie man es aus den Internetvideos kennt. Katastrophe. 
Witzig ist, dass die Ziegen auf den Dächern der Busse mitfahren. 

Nach vier Stunden Fahrt bin ich im nächsten Hotel angekommen, macht einen soliden Eindruck.




Generell erinnert mich Nepal bis jetzt sehr an Sri Lanka. Überall wachsen Wandelröschen, Bougainvillea und Bananen, richtig tropisch. Auch das Wetter ist ähnlich wie in Sri Lanka. Ich fühle mich fast schon heimisch.

In Dhulikhel selbst geht nicht viel.

Abends gab es noch Essen.


Die Zeitverschiebung von 02:15 Stunden merkt man doch.

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